Kurz gesagt: Shopware 5 ist seit Ende Juli 2024 offiziell End-of-Life. Es gibt keine Security-Updates mehr, keine Patches, keinen offiziellen Support. Wer noch auf Shopware 5 läuft, betreibt seinen Shop ab jetzt auf einer Plattform, die niemand mehr absichert. Das ist kein „Irgendwann"-Thema mehr, sondern ein laufendes Risiko, und gleichzeitig die beste Gelegenheit, den Shop technologisch wieder nach vorne zu bringen.
Was genau passiert ist
Shopware 6 ist seit Anfang 2020 die produktivreife Standardversion. Seitdem fließt die gesamte Weiterentwicklung dorthin. Shopware 5 lief noch vier Jahre im Übergang, doch damit ist jetzt Schluss: Seit Ende Juli 2024 ist Shopware 5 offiziell abgekündigt. Shopware selbst liefert keine Sicherheitsupdates, keine Kompatibilitäts-Patches und keinen Support mehr. Neue Sicherheitslücken werden schlicht nicht mehr geschlossen.
Es gibt Dritt-Anbieter, die gegen Bezahlung noch Security-Fixes für Shopware 5 nachliefern. Das kann kurzfristig Zeit kaufen, ist aber ein Notnagel, kein Zukunftsplan: Man bezahlt dafür, ein abgekündigtes System künstlich am Leben zu halten, statt in eine Plattform zu investieren, die weiterentwickelt wird.
Der Unterschied: Shopware 5 vs. Shopware 6
Shopware 6 ist kein Update von Shopware 5, sondern eine komplett neu gebaute Plattform. Das ist der Grund, warum der Wechsel ein echtes Replatforming ist, und zugleich der Grund, warum sich der Schritt lohnt.

Warum sich der Wechsel lohnt
Der Sicherheitsaspekt ist der Auslöser, aber nicht der einzige Gewinn. Mit Shopware 6 bekommst du eine Plattform, die für die nächsten Jahre gebaut ist:
- Sicherheit und Wartung kommen wieder aus einer Hand, statt teuer zusammengekauft zu werden.
- API-first und Headless öffnen die Tür zu modernen Frontends, Marktplätzen und Omnichannel-Szenarien.
- Flow Builder und Rule Builder verlagern Automatisierung und Personalisierung aus dem Code ins Marketing-Team.
- KI-Readiness: Erst auf einer aktuellen Basis ergeben KI-gestützte Beratung, Suche und Personalisierung überhaupt Sinn. Auf Shopware 5 fehlt dafür schlicht das Fundament.
- Ökosystem und Fachkräfte: Agenturen, Entwickler und Plugin-Hersteller arbeiten heute auf Shopware 6. Auf Shopware 5 wird jede Anpassung teurer und langsamer.
Was es kostet, nicht zu wechseln
Auf einem End-of-Life-System zu bleiben, fühlt sich zunächst günstig an, weil nichts passiert. Genau das ist die Falle. Die Kosten sind real, sie kommen nur zeitversetzt:
- Security: Jede neue, nicht gepatchte Lücke ist ein offenes Einfallstor. Bei einem Shop bedeutet das Zahlungsdaten, Kundendaten, Reputation.
- Compliance: Ein nicht mehr gewartetes System kollidiert mit DSGVO- und PCI-DSS-Anforderungen. Im Schadensfall ist „das System wurde nicht mehr aktualisiert" die denkbar schlechteste Ausgangslage.
- Plugin-Verfall: Erweiterungen und Schnittstellen werden nach und nach inkompatibel, ohne dass jemand sie noch anpasst.
- Wachsende Tech-Schuld: Je länger man wartet, desto größer und teurer wird die Migration, die am Ende ohnehin kommt, dann aber unter Druck statt geplant.
- Wettbewerbsnachteil: Während andere personalisieren, automatisieren und KI-Cases testen, bindet ein Legacy-System Ressourcen im reinen Erhalt.
Was jetzt sinnvoll ist
Die gute Nachricht: Ein Wechsel muss kein Big-Bang sein. Shopware stellt einen Migrations-Assistenten bereit, mit dem sich Stamm-, Kunden- und Bestelldaten strukturiert übernehmen lassen. Entscheidend ist die richtige Reihenfolge: erst Datenqualität und Katalog, dann Frontend und Integrationen, statt alles auf einmal.
Der erste Schritt ist kein Projektauftrag, sondern eine ehrliche Standortbestimmung: Was steckt heute im Shop, was muss mit, was kann man beim Umzug direkt besser machen, und in welcher Reihenfolge geht man vor, ohne das Tagesgeschäft zu gefährden.
Genau diese Standortbestimmung machen wir bei Strix regelmäßig, als Shopware-Partner mit mehreren begleiteten Migrationen von Shopware 5 auf Shopware 6. Wenn du wissen willst, wie ein Migrationspfad konkret für deinen Shop aussähe, was zuerst drankommt und wo die Risiken liegen: Sprich uns an, wir schauen gern gemeinsam drauf. Kein Verkaufsgespräch, sondern ein klarer Blick auf Aufwand und Reihenfolge.