Trennungsgeschichten – in Hollywood gehen sie meist versöhnlich über die Bühne, in Bollywood tragisch … und in der Wirtschaft? Dort sind Trennungen zwar riskant, aber manchmal auch lohnend. Nimm zum Beispiel die Geschichte aus den 1960ern rund um Harry Sonneborn, Ray Kroc und ihre McDonald’s-Restaurants:
Kroc war der damalige Eigentümer der Fast-Food-Kette, Sonneborn sein CEO. Beide hatten eine unterschiedliche Vision davon, wie sich das Unternehmen weiterentwickeln sollte. Kroc wollte expandieren; er sah McDonald’s als Restaurantbetrieb. Sonneborn dagegen wollte lieber konsolidieren; seine Idee lautete: Erst mal nicht expandieren, sondern neben den Franchisegebühren auch Geld mit der Verpachtung der Grundstücke verdienen.
Um es kurz zu machen: Sonneborn und Kroc rasselten aneinander. Sonneborn verließ das Unternehmen und verkaufte seine Anteile an McDonald’s. Anscheinend war er überzeugt davon, dass der Laden ohne ihn den Bach runtergehen würde. Wie die Sache ausging, wissen wir – wie weit ist es bis zum nächsten McDonald’s in deiner Nähe? Aber um fair zu bleiben: Kroc setzte Sonneborns Idee trotzdem um. Er expandierte nicht nur, sondern er begann auch, mit Miete kräftig Einnahmen zu erzielen.
Ergo: Eine Trennung muss auch in der Unternehmenswelt nicht unbedingt schlecht sein – und vielleicht spielst du gerade selbst mit Trennungsgedanken, nämlich mit der Idee, dich von deiner alten Shopware-Agentur zu verabschieden und zu einer neuen zu wechseln.
In diesem Beitrag erfährst du, wieso ein Wechsel nicht nur sinnvoll sein kann, sondern dein Unternehmen im besten Fall auf den Idealkurs Richtung Zukunft bringt. Außerdem erklären wir, wie ein Agenturwechsel möglichst reibungslos über die Bühne geht und warum er nur in Ausnahmefällen mit einem Shop-Relaunch verbunden ist.
Aber zunächst sollten wir eine wichtige Frage aus dem Weg räumen:
Shopware-Agentur wechseln – Warum überhaupt?
Eine Trennung ist so gut wie immer mit Fragen verbunden, die Bauchschmerzen bereiten – auch wenn es um den Wechsel deiner Shopware-Agentur geht: Wie lange dauert es, bis die neue Agentur meinen Shop wirklich kennengelernt hat? Was passiert mit individuellen Entwicklungen, Schnittstellen und offenen Tickets? Und wie teuer wird die Übergabe?

Aber die Realität zeigt: Ein Agenturwechsel kann sinnvoll sein – und dabei muss die alte Agentur nicht einmal schlechte Arbeit geleistet haben. Manchmal ist der Zeitpunkt für eine Trennung einfach erreicht. Typische Szenarien sind:
Der Trainerwechsel: Neue Impulse setzen
Manchmal ist es im E-Commerce wie im Fußball: Alle mögen den Trainer, der Abstiegsplatz ist weit weg, aber irgendwie stagniert es auch. Also wird ein neuer Übungsleiter gesucht. Nicht, weil der alte nichts mehr kann, sondern weil ein frischer Wind genau das ist, was die Mannschaft braucht.
Ähnlich kann es zwischen einem Unternehmen und seiner Shopware-Agentur laufen: Menschlich passt alles, der Shop läuft, die Agentur kennt das System in- und auswendig. Gleichzeitig hat sich über die Jahre aber eine Routine eingeschlichen: Neues wird immer wieder auf dieselbe Weise umgesetzt, Ideen bleiben aus und niemand stellt mehr die Frage, ob es nicht auch besser gehen könnte.
Eine neue Agentur bringt zunächst vor allem eines mit: einen unvoreingenommenen Blick. Sie kann gewohnte Abläufe hinterfragen, sich innovativ einbringen und vielleicht genau die Stellschrauben entdecken, die im Alltag längst niemand mehr sieht. Der Wechsel ist dann weniger ein Neustart als ein Perspektivwechsel. Und manchmal reicht genau der, damit ein Shop wieder in Bewegung kommt.
Die Schuhe sind zu klein: Wenn das Unternehmen wächst, die Agentur aber nicht
Manchmal ist es auch wie mit einem Paar Schuhen: Früher haben sie noch perfekt gepasst, aber irgendwann fangen sie an zu drücken. Offensichtlich sind deine Füße größer geworden – und neue Schuhe müssen her.
Übertragen auf die Shopware-Welt heißt das: Dein Unternehmen wächst, neue Märkte kommen hinzu, das Sortiment wird größer, aus dem Onlineshop wird eine zentrale Plattform und immer mehr Systeme müssen zusammenspielen. Deine Agentur arbeitet aber noch so, als wäre dein Unternehmen auf dem Stand von vor fünf Jahren.
Allerdings lebt Partnerschaft in der Wirtschaftswelt nicht von Dankbarkeit. Sie sollte beiden Seiten etwas bringen und im besten Fall dafür sorgen, dass beide besser werden. Wenn dein Unternehmen gewachsen ist, dein Agenturpartner aber nicht mitzieht, ist ein Wechsel oft schlicht die konsequente Entscheidung für die nächste Entwicklungsstufe.
Der große Beziehungskrach: Wenn die Zusammenarbeit nicht mehr funktioniert
Und dann gibt es natürlich noch die Fälle, in denen die Beziehung nicht nur eingeschlafen ist, sondern schlicht nicht mehr funktioniert. Antworten auf Tickets lassen auf sich warten, Absprachen gehen verloren, Rechnungen sind schwer nachvollziehbar und bei jeder neuen Anforderung beginnt die Diskussion darüber, ob das jetzt wirklich nötig ist.
Besonders problematisch wird es, wenn die Agentur nur noch Dienst nach Vorschrift macht: Anforderungen werden abgearbeitet, aber nicht hinterfragt, Bugs nur geflickt und nicht gefixt, und neue Entwicklungen intransparent umgesetzt. Irgendwann hast du dann nicht mehr das Gefühl, einen Partner an deiner Seite zu haben, sondern einen Dienstleister, um den du dich ständig selbst kümmern musst.
Jetzt braucht es keine weiteren Beziehungstipps, sondern eine Entscheidung. Denn solch eine Zusammenarbeit kostet nicht nur Nerven, sondern kann auch richtig ins Geld gehen. Ein Wechsel ist in so einer Konstellation nicht nur sinnvoll, sondern oft der einzig gangbare Weg.
Die Pivot-Frage: Heißt Agenturwechsel auch Shop-Relaunch?
Du erkennst dich in einem der Trennungsgründe wieder? Dann ahnen wir, welche Frage dich nun umtreibt: Wird eine neue Agentur meinen Store komplett neu aufbauen? Denn das ist nicht nur teuer, sondern womöglich auch mit Ausfällen, Umsatzeinbußen und Kinderkrankheiten verbunden…
Unsere konkrete Antwort: Nein! In den allermeisten Fällen bekommst du mit einer neuen Agentur nicht automatisch einen neuen Shop. Eine gute Agentur ist immer in der Lage, sich in dein bestehendes System einzuarbeiten, individuelle Entwicklungen und Schnittstellen zu verstehen und den laufenden Betrieb nahtlos weiterzuführen. Die wenigen Ausnahmen sind in der Regel nicht auf die Agentur zurückzuführen, sondern darauf, dass dein bestehendes E-Commerce-System so veraltet, vercodet oder verworren ist, dass ein Neubau die wirtschaftlichere Lösung darstellt.
Damit der Übergang zwischen den Agenturen aber keine unnötige Reibung produziert, ist ein strukturiertes Vorgehen wichtig:
Shopware-Agentur wechseln: So läuft die Übernahme bei Strix ab
Wenn wir bei Strix einen bestehenden Shop übernehmen, läuft es nach einem klaren Schritt-für-Schritt-Plan ab.

1. Kennenlernen: Was macht dein Unternehmen – und wo soll es hin?
Bevor wir uns durch Code und Schnittstellen arbeiten, wollen wir erst einmal verstehen, wie dein Unternehmen tickt. Dazu gehören die Besonderheiten deiner Branche, dein Geschäftsmodell, eure Abläufe und natürlich die Frage, welche Rolle der Shop dabei spielt. Wir sprechen deshalb mit den Menschen, die das Unternehmen und seine Prozesse kennen.
Dabei ist immer auch diese Frage entscheidend: „Wo siehst du dein Unternehmen in zwei Jahren?“ Denn ein Shop kann heute technisch problemlos funktionieren und morgen trotzdem an seine Grenzen kommen. Wenn neue Märkte, mehr Produkte oder zusätzliche Vertriebskanäle geplant sind, muss die Architektur dazu passen. Je besser wir wissen, wo du hinwillst, desto besser können wir den bestehenden Shop beurteilen und seine nächsten Entwicklungsschritte planen.
2. Technisches Audit: Was steckt in deinem Shop?
Parallel dazu schauen wir uns den Shop technisch genau an: Welche Shopware-Version läuft? Wie sieht der individuelle Code aus? Welche Plugins und Schnittstellen gibt es? Wo liegen bekannte Baustellen? Für den Audit brauchen wir unter anderem:
- Zugang zum Shop und zur technischen Umgebung
- Code und Entwicklungsumgebung
- Dokumentation der Schnittstellen
- Übersicht über offene Aufgaben und bekannte Probleme
- • Ansprechpartner, der das Produkt, die Anforderungen und die Historie kennt
- Gespräche mit beteiligten Dienstleistern (bei Bedarf)
Gerade die (hoffentlich) vorhandene Dokumentation ist dabei ein wichtiger Baustein: Sie hilft uns, gewachsene Strukturen und individuelle Entwicklungen schneller zu verstehen und mit dem tatsächlichen Systemzustand abzugleichen. Dieses Audit dauert bei uns in der Regel ein bis zwei Wochen. Danach können wir Risiken und Komplexität besser einschätzen und den Aufwand für die weitere Übernahme wesentlich belastbarer kalkulieren.
Aus dem Nähkästchen: Was bei Übernahmen oft anders ist als gedacht
Um dir ein Gefühl dafür zu geben, warum ein gründliches Audit so entscheidend ist:
Viele Unternehmen bekommen bei ihren Eigenentwicklungen große Bauchschmerzen: Was, wenn der neue Partner unsere ganzen Sonderlösungen nicht versteht? Aber genau diese Stelle ist in der Praxis oft wenig dramatisch: Shopware entwickelt seine Plattform kontinuierlich weiter und was vor einiger Zeit noch eine individuelle Lösung brauchte, kann heute längst Shopware-Standard sein. Oft reicht ein Plattform-Update und Custom wird zur Routine.
Unterschätzt wird dagegen häufig etwas ganz anderes: die Schnittstellenlandschaft. Je mehr Systeme miteinander verbunden sind, desto stärker können Änderungen voneinander abhängen. Dann wird aus „Wir ändern schnell A, damit B funktioniert“ plötzlich „Warum ist jetzt C kaputt?“ Genau deshalb schauen wir uns beim Audit nicht nur einzelne Systeme an, sondern auch ihre Abhängigkeiten und das Zusammenspiel untereinander.
Lesetipp: Schluss mit Medienbrüchen zwischen den Systemen: OCI PunchOut als Must-have im B2B.
Es geht also nicht nur darum, den Ist-Zustand zu analysieren, sondern direkt auch an neue Möglichkeiten und zukünftige Herausforderungen zu denken.
3. Übernehmen und direkt die ersten Baustellen angehen
Jetzt geht es vom Prüfen ins Machen. Sobald wir den technischen Zustand des Shops kennen und die nötigen Zugänge haben, beginnen wir mit der eigentlichen Übernahme. Dabei warten wir nicht, bis wirklich jedes Detail geklärt ist, sondern gehen die Dinge an, die sich bereits sinnvoll und sicher umsetzen lassen.
Dazu gehören zum Beispiel Quick Wins wie ein Update auf die aktuelle Shopware-Version, die Behebung eines akuten Bugs oder kleinere Optimierungen. Parallel arbeiten wir uns weiter in das System ein und schließen die Übernahme Schritt für Schritt ab. So bleibt der Shop nicht wochenlang auf dem Prüfstand, sondern profitiert schon während der Übergabe von der Zusammenarbeit.
4. Wissen sichern und Verantwortung klären
Ein Shop besteht nicht nur aus Code, sondern auch aus Ideen, Plänen und einem Stück Individualität. Er trägt den Stempel seiner Entwickler. Deshalb sorgen wir dafür, dass auch das Wissen rund um das System bei uns ankommt: Welche Besonderheiten gibt es? Welche Aufgaben sind noch offen? Wer ist wofür zuständig? Wo es sinnvoll ist, beziehen wir auch die bisherige Agentur oder andere beteiligte Dienstleister ein.
Allerdings ist die perfekte Übergabe nicht garantiert. Vielleicht fehlen Dokumentationen, wichtige Ansprechpartner sind nicht mehr da oder die bisherige Agentur arbeitet nur eingeschränkt mit. Das macht den Wechsel aufwendiger, aber nicht unmöglich. Wir schaffen dann selbst die nötige Transparenz darüber, was wir wissen müssen – bis die Verantwortung für den Shop vollständig bei uns liegt.
5. Weiterentwickeln: Wohin soll dein Shop?
Nach spätestens zwölf Wochen ist die Übernahme in der Regel abgeschlossen: Wir kennen den technischen Zustand deines Shops, haben die relevanten Informationen und Zuständigkeiten übernommen und können den Betrieb eigenständig weiterführen. Ab diesem Punkt geht es nicht mehr um die Übergabe, sondern um die Frage, wie wir deinen Shop gemeinsam weiterentwickeln.
Dabei lautet das Motto nicht, möglichst viele neue Features zu bauen. Vielmehr schauen wir gemeinsam darauf, welche Veränderungen dein Unternehmen wirklich voranbringen, welche technischen Baustellen zuerst gelöst werden sollten und wie sich dein Shop so weiterentwickeln lässt, dass er auch zu deinen Zielen in den kommenden Jahren passt.
Warum und wieso: Worauf es bei einer professionellen Übernahme ankommt
Jetzt weißt du also, wie wir das Übernahme-Thema angehen. Allerdings ist für dich als Unternehmen das „Wie oft“ gar nicht der entscheidende Faktor – wenn der Shop unter neuer Regie läuft, dann läuft er. Viel entscheidender ist das Warum: Warum gehen wir so vor, was hast du davon und wieso lässt sich daran schon zu Projektbeginn erkennen, ob eine Agentur professionell arbeitet?
1. Aufwand erst nach der Prüfung einschätzen
Wie aufwendig die Übernahme eines bestehenden Shops wird, lässt sich von außen nicht seriös beziffern. Individuelle Entwicklungen, gewachsene Schnittstellen oder fehlende Dokumentation können den Aufwand deutlich verändern. Wer dir deshalb schon im ersten Gespräch einen festen Zeit- oder Kostenrahmen für die komplette Übernahme verspricht, kalkuliert zwangsläufig mit viel heißer Luft.
Deshalb schauen wir uns den Shop zunächst technisch an – und sagen dir erst nach unserem Audit von etwa ein bis zwei Wochen, welcher Aufwand für die weitere Übernahme zu erwarten ist.
2. Stakeholder von Anfang an einbeziehen
Ein Shop ist selten das Projekt einer einzigen Person. Produktmanagement, IT, Vertrieb, E-Commerce oder andere Fachbereiche bringen jeweils eigenes Wissen und eigene Anforderungen mit. Wer diese Perspektiven bei einer Übernahme außen vor lässt, riskiert, wichtige Zusammenhänge zu übersehen oder Entscheidungen wieder korrigieren zu müssen.
Deshalb sprechen wir von Anfang an mit den relevanten Stakeholdern und beziehen sie auf Wunsch auch in unsere Meetings und die laufende Kommunikation ein. So können wir unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und schneller verstehen, was für das Unternehmen wirklich wichtig ist.
3. Wissen und offene Punkte transparent machen
Bei einem Agenturwechsel gibt es zwangsläufig Dinge, die bereits bekannt sind, und andere, die erst im Laufe der Übernahme ans Licht kommen. Wichtig ist, dass beides sichtbar bleibt. Nur so lässt sich langfristig nachvollziehen, auf welcher Grundlage Entscheidungen getroffen wurden und wo noch Unsicherheiten bestehen.
Deshalb dokumentieren wir nicht nur, was wir über den Shop, seine Strukturen und Besonderheiten herausfinden, sondern auch sämtliche durch uns vorgenommenen Maßnahmen und Arbeitsschritte. Weiterhin stellen wir diese Dokumentation auch deinem Unternehmen zur Verfügung. So bleibt das Wissen über den Shop nicht bei uns, sondern ist für alle Beteiligten nachvollziehbar und zugänglich.
4. Akute Risiken von langfristigen Aufgaben trennen
Ein bestehender Shop kann gleichzeitig dringende Probleme und größere Baustellen haben. Beides ungefiltert in einen Topf zu werfen, führt schnell dazu, dass entweder der laufende Betrieb leidet oder wichtige Zukunftsthemen immer weiter nach hinten rutschen.
Wir priorisieren deshalb: Kritische Probleme und sinnvolle Quick Wins gehen zuerst an den Start, langfristige technische oder fachliche Verbesserungen planen wir im nächsten Schritt. So kannst du deinen Shop weiter betreiben und trotzdem gezielt an seiner Zukunft arbeiten.
5. Nach der Übernahme gemeinsam weiterdenken
Eine professionelle Übernahme endet nicht damit, dass die neue Agentur den bestehenden Shop technisch betreiben kann. Wenn sich danach trotzdem nur Tickets stapeln, ist wenig gewonnen. Der eigentliche Mehrwert entsteht dort, wo aus dem übernommenen System neue Möglichkeiten für das Unternehmen entstehen.
Deshalb warten wir nicht darauf, dass du uns die nächste To-do-Liste schreibst. Wenn wir sehen, dass sich aus einer technischen Möglichkeit, einer neuen Shopware-Funktion oder einer veränderten Marktsituation ein sinnvoller Ansatz ergibt, sprechen wir ihn an. So wird aus der Übernahme nicht nur ein Wechsel des Dienstleisters, sondern der Start einer Zusammenarbeit, in der beide Seiten Impulse einbringen.
Provokante Abschlussfrage: Warum überhaupt noch Agentur, wenn die KI doch alles kann?
Aber jetzt mal ganz ehrlich: Wenn KI inzwischen Code schreiben, Schnittstellen überprüfen und ganze Apps entwickeln kann, warum brauchst du dann überhaupt noch eine Agentur? Könntest du nicht einfach ein paar Prompts tippen und der Drops ist gelutscht? Die Frage ist tatsächlich berechtigt, denn die technische Umsetzung wird immer leichter zugänglich. Allerdings: Code mag zur Massenware werden, gute Entscheidungen werden es nicht.
KI kann dir in kurzer Zeit etliche Lösungsvarianten liefern. Sie weiß aber nicht automatisch, welche davon zu deinem Geschäftsmodell passt, welche Nebenwirkungen sie in deiner Systemlandschaft hat oder ob das eigentliche Problem überhaupt dort sitzt, wo du gerade nach einer Lösung suchst.
Genau hier liegt der Wert einer guten Agentur: Sie bringt Kontext, Architekturverständnis und Erfahrung zusammen. Sie übersetzt technische Möglichkeiten in geschäftlichen Nutzen, sagt dir, wenn eine Idee zwar technisch machbar, aber wirtschaftlich unsinnig ist, und weiß, wie die Menschen mit ins Boot kommen, die später mit dem System arbeiten. Die besten Agenturen sind keine digitalen Werkbänke – reine Produktionskapazität gab es schließlich schon lange vor KI. Sie bringen Expertise in dein Unternehmen, die dein eigenes Skillset ergänzt.
Lesetipp: KI als Ergänzung vorhandener Expertise: So macht Nosto die Shopware-Suche zum Game-Changer.
Oder noch griffiger: Mit einem Smartphone hat heute fast jeder von uns eine leistungsfähige Kamera in der Tasche. Trotzdem gewinnt der durchschnittliche Smartphone-User keine renommierten Fotowettbewerbe. Denn dafür fehlt ihm das Wissen über Bildkomposition, Licht, Farben, Schärfentiefe, Bewegung … Ein Werkzeug allein macht noch niemanden zum Experten.
Ein Agenturwechsel muss kein Neustart sein
Wir halten also fest: Eine neue Shopware-Agentur bedeutet nicht automatisch einen neuen Shop. Entscheidend ist, dass die Zusammenarbeit mit einem sauberen Verständnis für dein Unternehmen, deinen bestehenden Store und deine Zukunftspläne beginnt. Wer zuerst prüft, transparent arbeitet, die richtigen Menschen einbezieht und anschließend nicht nur Tickets abarbeitet, kann aus einem Agenturwechsel mehr machen als einen simplen Austausch des Dienstleisters.
Wie so eine Zusammenarbeit konkret aussehen kann, zeigen wir dir gerne anhand unserer Shopware-Projekte. Dort siehst du, mit welchen Herausforderungen wir uns bereits beschäftigt haben und welche Lösungen daraus entstanden sind.
Und natürlich unterstützen wir dein Unternehmen auch bei weiteren E-Commerce-Leistungen – von der Strategie über Systemarchitekturen bis zur technischen Weiterentwicklung. Was wir alles für dich möglich machen können, erfährst du auf der entsprechenden Seite.
Als allerletzte Info: Von hier bis zum nächsten McDonald’s sind es laut Google Maps 1,5 Kilometer.
FAQ: Wechsel der Shopware-Agentur
Muss der bestehende Shop bei einem Agenturwechsel neu gebaut werden?
Nein. Ein Agenturwechsel bedeutet in den meisten Fällen nicht, dass dein Shop komplett neu entwickelt werden muss. Wir prüfen zunächst, was bereits vorhanden ist, welche Eigenentwicklungen und Schnittstellen funktionieren und wo Handlungsbedarf besteht. Nur wenn das bestehende System technisch oder wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll weiterentwickelt werden kann, kann ein Neubau die bessere Lösung sein.
Welche Zugänge und Unterlagen braucht die neue Agentur?
Für die Übernahme benötigen wir unter anderem Zugang zum Shop und zur technischen Umgebung, zum Code und zur Entwicklungsumgebung sowie Informationen zu Schnittstellen, offenen Aufgaben und bekannten Problemen. Besonders hilfreich sind außerdem eine vorhandene technische Dokumentation und ein Ansprechpartner, der das Produkt, die Anforderungen und die Historie des Shops kennt. Je vollständiger diese Informationen sind, desto schneller können wir uns ein Bild machen.
Was passiert, wenn die bisherige Agentur nicht mitarbeitet?
Eine fehlende oder schwierige Übergabe macht den Wechsel aufwendiger, verhindert ihn aber nicht automatisch. Fehlende Dokumentation, nicht mehr verfügbare Ansprechpartner oder eine wenig kooperative Alt-Agentur können dazu führen, dass wir uns Wissen selbst erschließen müssen. Wichtig ist vor allem, dass du als Unternehmen über die notwendigen Rechte, Zugänge und Unterlagen verfügst. Fehlen dir wichtige Zugangsdaten oder Passwörter zu Shopware selbst, kann auch Shopware als Hersteller bei der Wiederherstellung des Zugangs weiterhelfen.
Kann der Shop während des Agenturwechsels weiterlaufen?
Ja, in der Regel kann dein Shop während der Übernahme ganz normal weiterbetrieben werden. Wichtig ist, Verantwortlichkeiten für Support, Fehlerbehebung und Änderungen frühzeitig zu klären. Kritische Bugs und sinnvolle Quick Wins bearbeiten wir möglichst direkt, während größere neue Entwicklungen in der Übergangsphase mit Bedacht geplant werden.
Wann stehen Aufwand und Kosten für die Übernahme fest?
Einen Gesamtaufwand können wir erst seriös einschätzen, wenn wir den Shop technisch geprüft haben. Unser erstes Audit dauert in der Regel ein bis zwei Wochen. Danach können wir die Komplexität der Übernahme wesentlich besser beurteilen und Aufwand und Kosten belastbarer kalkulieren. Die vollständige Übernahme ist bei uns in der Regel innerhalb von spätestens zwölf Wochen abgeschlossen.